Die Zeit. Eine immerwährende Kraft, die jeden von uns umgibt. Sie ist vergänglich. Zeit spielt eine noch größere Rolle im Leben, als jeder andere Faktor. Die Zeit können wir nicht verändern, nur lernen, mit ihr umzugehen. Doch was wäre, wenn man sie bewusst steuern könnte, ja regelrecht manipulieren? Remedy können – und wie! Sie haben es erneut geschafft, ein Spiel zu entwickeln, welches unglaubliche Aussagekräfte auf den Spieler lenkt, welches nur ganz wenige können. Sie haben einen Titel geschaffen, der sich Quantum Break nennt und mit dem Thema Zeit macht, was er bzw. der Spieler will. Wie das möglich sein kann und welche Rolle ihr als Spieler dabei einnehmt, lest ihr in den folgenden Zeilen.
Die Zeit ist die Todesursache Nummer eins
…sie kriegt uns alle. Was Sie wissen müssen ist, die Zeit ist zerbrochen. Ein wachsender Riss führt zum Ende der Zeit. Und wir suchten etwas, um es in Ordnung zu bringen – doch es ging schief. Paul Serene konnte uns aufhalten. Er hat Superkräfte, wie ich auch. Wir versagten. Und natürlich gab es Zeitreisen.
Jack blickte noch wie in Trance auf seine Psychiaterin, die ihm schon mitten seiner Worte mehrmals namentlich rief. „War das jetzt zu schnell?“ – fragte Jack und fuhr weiter fort: „Okay, was besprechen wir als Erstes, sagen Sie es mir!? Die Psychiaterin legte mit beruhigenden Worten nach und gab Jack eine deutliche Ansage, noch einmal ganz von vorne zu beginnen.
So fängst sie an, die Odyssee von Jack Joyce. Einem Durchschnittstyp, der seit mehreren Jahren nicht mehr in seinem Heimatort Riverport war und nun nach seiner Ankunft von einem guten Freund gebeten wurde, ihm bei einer wichtigen Sache zu helfen. So kommt Jack Joyce also in der Riverport Universität an, um sich mit Paul Serene zu treffen. Ab diesem Zeitpunkt nimmt Jacks Schicksal seinen Lauf.
Du bist die Zeit
Nachdem nun Jack an der Universität angekommen ist, beginnt sogleich auch euer Part, bei dem ihr ihn von nun an steuert. Was gleich als Erstes auffällt, ist die bildschöne Grafik, auf die wir aber später noch einmal zurückkommen werden. Ihr habt auch gleich eine erste Aufgabe und zwar das Treffen mit Paul Serene. So begebt ihr euch nun in die Universität und trefft auch schon die ersten Charaktere des Spiels, die im späteren Verlauf noch eine wichtige Rolle einnehmen. Weiter vorbei an einem betrunkenem Studenten, entdeckt ihr auch die eigenartigen Machenschaften, die der Großkonzern Monarch Solutions mit der uralten Bibliothek auf dem Campus plant: ein vollständiger Abriss.
Eine Studentenbewegung hat sich gebildet, um diesen Intrigen das Handwerk zu legen. Eine Hinweistafel zeigt, was Monarch aus der Stadt Riverport gemacht hat. Sie wäre heute nicht das, was sie jetzt ist, hätte es Monarch nie gegeben. Schön, groß, sauber und voller liebenswerter Menschen. Also wieso sollte man hier dagegen vorgehen? Jack ist zu diesem Zeitpunkt noch ahnungslos. Er begibt sich indes zu Paul, einer seiner besten Freunde, den er schon ewig nicht mehr gesehen hat. Paul ist Wissenschaftler an der Riverport Universität und plant ein noch nie dagewesenes Experiment, dass eigentlich streng geheim ist. Es ist 4 Uhr morgens, Jack ist müde und weiß bis dato noch nicht, was Paul eigentlich von ihm will. Endlich. Die beiden treffen sich nach so vielen Jahren wieder. Nach ein paar warmen und freundschaftlichen Worten, lädt Paul Jack in sein Labor ein, wo Jack endlich das zu sehen bekommt, worauf Paul seit Jahren drauf hin gearbeitet hat: seine Zeitmaschine.
Ihr steuert nun Jack durch die Labore von Paul Serene, der euch mit seiner Theorie von Quantenphysik und anderem unverständlichem Dingen vollquasselt. Er erwähnte auch William, der Bruder von Jack. William ist ebenfalls Wissenschaftler, der an einem ähnlichen Projekt mit Zeitreisen beteiligt war. Doch Jack hatte auch seit seiner Abwesenheit keinerlei Kontakt mehr mit William. „Jetzt ist es soweit, Jack!“, eiferte Paul ihm zu. „Du wirst der Erste sein, der all meine jahrelange Arbeit in Aktion erleben wird, mit der ich mich befasst habe“. Jack und Paul stehen nun vor der Tür, hinter der die ganze Magie passieren soll. Vor ihr mit großem Lettern die Aufschrift „Project Promenade“. Sie begeben sich hindurch. Paul fummelte eifrig an diversen Knöpfen und forderte sogleich Jack auf, diesen einen Hebel zu betätigen. Das tat Jack auch. Ein Surren waberte durch die riesige Halle des Labors mit dem futuristisch anmutendem Design. Jack bewegte den Hebel dieser seltsamen Maschine bis fast zum Anschlag, als es auf einmal einen merkwürdigen Knall gab, bei dem er erschrak.
„Noch ein kleines bisschen!“ – forderte Paul den ängstlichen Jack auf, bis der Hebel seine finale Position erreichte. „Es ist geschafft, Jack! Ich habe es tatsächlich geschafft! Ich bin der Erste, der es ermöglichen wird, sich durch die Zeit zu bewegen“, freute sich Paul euphorisch. Paul forderte Jack erneut auf: „Stell den Regler auf zwei Minuten in die Vergangenheit, ich werde die Maschine nun betreten“. Die Tür dieser gigantischen Maschine öffnet sich. Paul betrat sie und verschwand. Plötzlich tauchte er wieder auf, doch dieses Mal traute Jack seinen Augen nicht. „Paul, bist du es?“, fragte Jack. Er sah ihn in doppelter Ausführung. Paul war sein zweites Ich, nur eben zwei Minuten aus der Vergangenheit. „Keine Angst, Jack! Dass ist völlig normal, ich bin es. Das wird alles verändern. Wir können jetzt Dinge geschehen lassen, von denen die Menschheit je geträumt hat…“, entgegnete Paul Jack. Pauls zweites Ich verschwand wieder in der Zeitmaschine. Sein gegenwärtiges Ich blieb da. Er war da. Die zwei Minuten waren rum. Jack konnte es kaum fassen.
Paul forderte Jack nun bittend auf, die Maschine nun zwei Minuten in die Zukunft zu stellen. Jack zögerte ängstlich. „Wir müssen herausfinden, was passiert, wenn ich in die andere Richtung gehe“, sagte Paul in einem motivierendem Ton. Jack blieb nichts anderes übrig und tat, was Paul ihm aufteilte. Paul betrat ein weiteres Mal die Zeitmaschine. Die Tür schloss sich, doch irgendetwas war anders. Etwas ging schief. Plötzlich fing die Maschine an laut zu brummen und drohte zu implodieren. Was dann geschah, konnte Jack kaum glauben. Sein Bruder William stand mit geladener Waffe vor ihm und bat ihn, die Maschine sofort zu stoppen oder es geschehe etwas Furchtbares. „Sie haben mich gewarnt – schalte sofort die Maschine ab!“, rief William seinem Bruder zu. Paul war indes in der Zeitmaschine gefangen und diese drohte ernsthaft außer Kontrolle zu geraten. Paul rief Jack zu: „Hör nicht auf ihn, betätige den Schalter!“ Doch Jack wusste nicht, auf wen er hören sollte. Es geschah! Die Maschine verlor ihre Kontrolle und implodierte. Jack wollte noch zu Paul, um ihn aus diesem höllischen Gerät zu befreien, doch es war zu spät. Ein lauter Knall durchdrang die Laborhalle und Jack stand genau vor der Zeitmaschine, als sie zerbarst. Er wurde mitgerissen. Strahlen aus Chronopartikeln des künstlich erschaffenen Wurmlochs, welches sich in der Zeitmaschine befand, trafen Jack mit voller Wucht. Er ging zu Boden. Nach einer kurzen Genesungsphase, rappelte sich Jack wieder auf, doch dieses Mal stand alles still – die Zeit war eingefroren.
Das hat uns gefallen
Nach so einem Intro muss man erst einmal schlucken. Was hier passierte, lässt nur vage erahnen, was für den Rest des Spiels auf euch zukommen mag. Seit dem Moment, als Jack in Berührung mit der implodierenden Zeitmaschine kam, hat er fortan diese Kräfte, mit denen er die Zeit manipulieren kann. Anfangs hat man nur zwei Möglichkeiten, diese Kräfte zu nutzen und die Power in Jack zu entfesseln. Doch Warum das Alles? Kurz nach der Explosion der Maschine tauchten Monarch-Truppen in das Labor ein und eröffneten sogleich das Feuer auf Jack und seinen Bruder William. Warum, dass wussten Jack bis dahin noch nicht, doch William klärte ihn auf.
William arbeitete bereits Jahre vor Paul an einem Zeitreiseexperiment, doch dieses drohte zu scheitern. Er erschuf eine Art Rettungsboot für die Menschheit, da es einen Riss in der Zeit gibt, der sich immer weiter ausbreitet. Aber woher kam dieser Riss? Das wollen wir euch an dieser Stelle nicht verraten, denn das sollt ihr selbst herausfinden. Jack floh nun also mit William aus der Universität, die schon vor lauter Monarch-Truppen wimmelte. Irgendetwas ist hier verdammt nochmal aus dem Lot gelaufen. Mit der Flucht aus der Universität lernt ihr auch gleich nach und nach die Steuerelemente von Jack kennen, die noch im Laufe des Spiels wichtig für euch sein werden. Die Bewegungen gehen leicht von der Hand und erinnern vielleicht sogar an die von Alan Wake. Auch die Perspektive, in der ihr Jack Joyce steuert, hat Remedy seinem Vorgängerspiel mit dem Schriftsteller beibelassen. Ein typischer Third-Person-Trip eben.
So durchquert ihr nun nach und nach als Jack Joyce mit seinen „Superkräften“ durch die verschiedenen Akte von Quantum Break. Der Titel ist nämlich in unterschiedliche Akte mit zwei bis vier Teilen aufgeteilt. Nach jedem durchgespieltem Teil kommt ein Knotenpunkt, bei dem ihr entscheiden müsst, wie es nun weiter geht. Auch hier möchten wir nicht weiter drauf eingehen, mit wem oder wie ihr das anstellt. Eure Entscheidung trägt zum weiteren Verlauf des Spielgeschehens bei. Habt ihr nun entschieden, beginnt die Live-Action-Serie, die Remedy in einer hollywoodreifen Aufmachung inszeniert hat, die seinesgleichen sucht. Wir waren schlichtweg angetan von dieser Serie, die sich rund um die Charaktere dreht, die im Spiel vorkommen. Intensive Kameraschwenks, glaubwürdige Schauspieler und eine sehr gute Vertonung sind nur einige Merkmale, die diese Serie zu einem spannendem Abenteuer machen. Fesselnd in jeder gezeigten Sekunde. Wer eine Episode der Serie verpasst hat bzw. noch einmal ansehen will, kann sich diese jederzeit im Zeitstrang ansehen oder wahlweise auch über den Xbox Store herunterladen.
Apropos Vertonung. Diese ist wahlweise in verschiedenen Sprachen zu genießen. Ihr könnt also auch beruhigt in Deutsch die Serie schauen, wahlweise mit oder ohne Untertitel. Das Spiel selbst ist auch in Deutsch spielbar. Für eine noch authentischere Atmosphäre empfehlen wir aber wie immer die Originalausgabe in Englisch. Auch die Sounds im Spiel können sich buchstäblich hören lassen. Explosionen, Waffensounds und Hintergrundgeräusche sind stets auf einem hohen Niveau. Auch die Synchronisation in Quantum Break ist Remedy gelungen. Ein weitere Hingucker sind wohl die abgefahrene Cinematic Szenen, die euch immer wieder übers Auge flattern. Diese haben Remedy besonders und auch in grafischer Hinsicht in Szene gesetzt, damit man noch mehr in die intensive Story eintauchen kann. Trotz der geringen Auflösung von 720p im Spiel selbst, sind die Cinematics in einem flüssigen Full HD gehalten und ein wahrer Augenschmaus.
Auch die Story hat uns schlichtweg umgehauen. Remedy-typisch kann man auch in Quantum Break eine Geschichte erwarten, die seinesgleichen sucht. Dank der eigens entwickelten Story Engine Northlight, erlebt der Spieler in Quantum Break eine Geschichte, wie man sie nur aus wenigen Spielen kennt. Sie ist packend, mitreißend und man will mit jeder neuen Szene wissen, wie es weiter geht. Das ist ganz großes Kino. Gepaart mit der Live-Action-Serie erlebt ihr hier etwas Einzigartiges, garantiert. Auf die Grafik zurückzukommen, bietet Quantum Break ein wahres Augenfest. Die Detailtreue, die uns Remedy um die Glubscher schmeichelt ist schon ein echter Hingucker. Wunderschön inszenierte Umgebungen runden das Gesamtbild ab und auch bei der Beleuchtung hat man nicht gespart. Ebenfalls genial sind die Effekte, die Remedy Quantum Break spendiert haben. Kommt es zum Beispiel zu einem Zeitausfall, so steht logischerweise auch alles still. Das sieht dann einfach nur genial aus. Die umherfliegenden Gegenstände wie zum Beispiel Bücher oder auch mal Mülltonnen schweben dann an Jack vorbei und werden auch physikalisch korrekt dank Havok Engine berechnet, wenn er sie berührt. Achtet man dann noch auf die immer mal wieder ins Bild schwirrenden Partikeleffekte, kann man sich hier kaum satt sehen. Auch die oben schon erwähnten Charaktermodelle sehen einfach fantastisch aus. Hier haben Remedy ganze Arbeit geleistet. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Dazu aber später noch etwas weiter unten.
Ihr erfahrt nun also im Laufe der Story, wie es um Jack geschehen ist bzw. wie es um ihn noch geschehen wird. Auch, wie er zu seiner immer stärker werdenden Kraft kommt, die er gegen die Schergen von Monarch Solutions einsetzten muss. Habt ihr zu anfangs nur wenig auf dem Kasten, gelangt Jack im Laufe der Zeit/Story an immer neuere Fähigkeiten, die er erlernt hat und einsetzen kann. Angefangen vom Zeitstopper bis hin zum Zeitschild wird hier einiges geboten. Hier stehen euch dann verschiedene Bewegungsabläufe zur Auswahl, die ihr mit Jack unternehmen könnt. So könnt ihr nämlich zum Beispiel wooshen. Dieser Bewegungsablauf lässt Jack für eine kurze Zeit durch Raum und Zeit sprinten. Auf der rechten Seite des Bildschirms habt ihr nämlich mehrere Anzeigeparameter, die Jack signalisieren, wie lange er eine gewisse Kraft oder einen Zustand meistern bzw. anwenden kann. Soll heißen, ihr könnt den jeweiligen Bewegungsablauf nicht unendlich lange benutzten. Betätigt ihr mit Jack zum Beispiel eine bestimmte „Macht“, so zieht es an den anderen Fähigkeiten genauso an Kraft und diese fallen dann kurze Zeit auch einmal aus, so das ihr diese nicht benutzen könnt. Ihr solltet eure Kräfte also geschickt einsetzen, um heil aus einer brenzligen Situation zu gelangen.
Die nach und nach errungenen Eigenschaften, die Jack im Laufe des Spiels bekommt, lassen sich aber auch aufwerten. So könnt ihr eure speziellen Manöver mit Hilfe von Chronostücken aufpäppeln. Diese Chronostücke sind überall im Spiel versteckt, nutzt ihr aber euren Zeitblick, sind diese ziemlich schnell sichtbar. Sammelt ihr diese nun ein, könnt ihr per Menütaste in den Upgrades eure Eigenschaften aufwerten. Die Upgrades sind in drei Stufen unterteilt. Stufe 1 ist die „Schwächste“, diese kostet euch auch nur zwei Chronostücke. Wollt ihr mehr und Jack so stärker machen, müsst ihr mehr Chronostücke sammeln.
Aber nicht nur diese Fähigkeitspunkte lassen sich sammeln. In wirklich jedem Akt und dem dazugehörigen Teil sind überall Hinweise für Jack versteckt, die ihm noch mehr Licht ins Dunkel bringen soll. So liegt hier und da auch mal ein Tagebuch einer bestimmten Person herum, welches euch interessante Einblicke in dessen Leben verschafft. Aber auch Notizen von Monarch-Mitarbeitern findet ihr, die euch wichtige Infos zum Spielverlauf bieten. Ihr solltet euch also stets einmal etwas mehr umsehen, denn das könnte eine wichtige Botschaft sein, die euch an einer anderen Stelle weiterhelfen könnte. Im Pause-Menü habt ihr dann auch nochmal alle versteckten Hinweise und Objekte separat aufgelistet.
Aber Jack muss nicht nur einfach ein paar Dinge aufsammeln, sondern auch in den jeweiligen Passagen der Teile kleinere Aufgaben erfüllen. Hier kommen dann ab und an auch mal kurze Quick-Time-Events zum Einsatz, die aber in der Regel recht einfach gestaltet sind. Es gibt aber an manchen Stellen im Spiel auch Rätsel, die euch aber auch hier nicht viel abverlangen und eher leicht von der Hand gehen. So muss Jack zum Beispiel an einer Stelle mit Hilfe seiner Zeitmanipulationskräfte die Zeit zurückdrehen, bis ein bestimmter Moment ihm den Weg frei gibt. Oder er nutzt seinen Zeitstopper, um schneller an einer Gefahr vorbei zu kommen. Hier und da wird es auch immer wieder Zeitbrüche und sogenannte Anomalien im Spiel geben, die eure komplette Umgebung einfrieren lassen. Hier agiert Jack dann als Einziger und muss so eine bestimmte Aufgabe erledigen. Auch diese Phase ist optisch sehr gut gelungen.
Aber manchmal kommt es auch vor, dass Jack dann doch nicht der Einzigste ist, der so mir nichts dir nichts durch den Raum wandert, als wäre nichts geschehen. Monarch Solutions haben vorgesorgt und spezielle Elitesoldaten mit Spezialausrüstung auf euch gehetzt, die euch das Leben in den Anomalien schwerer machen sollen. Apropos Gegner: Die Mitarbeiter von Monarch sind sehr Angriffslustig und möchten euch lieber tot als lebendig sehen. Kommt es dann zum Gefecht, umkreisen euch diese auch einmal gerne und nutzen geschickt die Flanken. Allerdings laufen die Kämpfe und die wenigen Schusswechsel sehr schnell ab und Jack kann sich weiter auf seine Mission konzentrieren.
Das hat uns nicht gefallen
Natürlich hat so ein genialer Titel wie Quantum Break aber auch seine Schattenseiten. Gerade die Grafik, die man eigentlich nicht weiter bemängeln sollte, zeigt hier an vielen Stellen ihre Pixel. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. So kommt es immer mal wieder vor, das Texturen an gewissen Stellen erst sehr spät berechnet werden. Matschige Oberflächen drüben dann die Grafikpracht. Aber auch häufiges Kantenflimmern und besonders Bildverzerrungen sind uns in unserer Testversion aufgefallen, gerade bei den Cinematics merkt man diese sehr deutlich. Bekommt man das mit einem Patch noch irgendwie gebogen, könnt ihr den vorigen Satz ignorieren.
Was ebenfalls negativ aufgefallen ist, ist die Steuerung in Quantum Break. Diese ist nicht sonderlich schlecht, dennoch hätte man gerade in hektischen Situationen, wie zum Beispiel im Kampf gegen mehrere Gegner, etwas besser lösen können. Oftmals kommt es vor, dass man an bestimmten Stellen stecken bleibt ( Kisten, Rohre und andere Hindernisse… ) und so schnell einmal draufgehen kann. Auch verliert man dann oft schnell die Orientierung der Steuerung und weiß dann gar nicht mehr, was man für einen Knopf drücken soll. Aber das muss jeder für sich ausprobiert haben. Stichwort: Meckern auf hohem Niveau.
Kritisieren müssen wir ebenfalls den Gesamtbewegungsablauf/Gameplay des Spiels. Will heißen, dass ihr im Grunde immer dieselben Dinge tut. Gelange von A nach B und das auch noch in kurzen Abständen, so das ein Akt ziemlich schnell durchgespielt ist. Quantum Break ist sehr linear und ist für Open-World-Enthusiasten eher ungeeignet. Wäre die packende Story nicht, so müssten wir das Spiel mit weniger Punkten bestücken.
Ein Novum in dieser Art von Spielen ist wohl die mitgelieferte Live-Action-Serie, die nach jedem Akt und eurer Entscheidung läuft – vorausgesetzt, eure Internetleitung ist stabil. Habt ihr nämlich gerade einmal Probleme mit eurem Provider oder die Leitung ist ausgefallen, habt ihr nichts vom Stream. Denn die Serie wird ausschließlich gestreamt. Aber hier gibt es ja wie oben schon erwähnt die Möglichkeit, jede einzelne Episode der Serie separat herunterladen zu können.
Fazit
Was Remedy aus Quantum Break gezaubert haben, ist schlichtweg genial. Ob Atmosphäre, die unglaublich fesselnde Story, die Edeloptik oder die packende Live-Action-Serie – dieser Titel macht in jeder Hinsicht Spaß. Remedy wissen, wie man es macht, das haben sie ja schon in diversen anderen Titeln bewiesen. Allein die Tatsache, dass man die Zeit so manipulieren kann, wie man möchte, ist spielerisch schon auf hohem Niveau. Sieht man über die paar, wenn auch wenigen Schönheitsfehler im Spiel hinweg, steht einem ein unfassbar gutes Abenteuer bevor, von dem man, wie bei einem guten Buch, verdammt nochmal wissen will, wie es weiter geht.
Wir sind gespannt, wie es noch weiter geht mit Quantum Break und dem Verlauf, den man selbst bestimmen muss. Aber auf Remedy ist Verlass, denn gute Geschichten können sie erzählen. Hitpotenzial!